Überblick
2014–2015
An den Roosevelt-Vorfällen waren Flieger der U.S. Navy beteiligt, die nach Einführung modernisierter Radarsysteme von der Ostküste aus operierten.
Piloten berichteten von wiederholten Erfassungen ungewöhnlicher Ziele, darunter Objekte, die scheinbar lange in der Luft blieben, gegen starken Wind flogen oder sich in Formationen bewegten. Zwei kurze Infrarotvideos wurden öffentlich als "Gimbal" und "GoFast" bekannt.
Das Gimbal-Video zeigt ein entferntes Infrarotobjekt, das sich gegen Ende des Clips scheinbar dreht. Das GoFast-Video zeigt ein kleines über dem Ozean verfolgtes Objekt, das sich aufgrund der Parallaxe scheinbar schnell bewegt.
AAROs spätere Analyse kam zu dem Schluss, dass GoFast keine außergewöhnliche Geschwindigkeit zeigte. Sie schätzte, dass das Objekt in der zentralen Rekonstruktion ungefähr 39–46 miles per hour zurücklegte, wobei fehlende Flugzeugpositions- und Atmosphärendaten Unsicherheit verursachten.
Der veröffentlichte Gimbal-Clip ist weniger eindeutig geklärt. Zu den konkurrierenden Interpretationen gehören ein konventionelles Luftfahrzeug, das durch Infrarotüberstrahlung betrachtet wird, ein entferntes mit dem Wind bewegtes Objekt und ein tatsächlich ungewöhnliches Fahrzeug, begleitet von zusätzlichen Radarspuren.
Historischer Kontext
Während 2014–2015:
- Navy-F/A-18-Staffeln erhielten modernisierte APG-79-Radare mit aktiver elektronischer Strahlschwenkung.
- Eine verbesserte Sensorempfindlichkeit erhöhte die Erfassung kleiner oder entfernter Objekte.
- Trainingsgebiete an der Ostküste umfassten Luftfahrzeuge, Drohnen, Ballons, Schiffe und geheime Übungen.
- Piloten berichteten über Stigmatisierung und Unsicherheit darüber, wie ungewöhnliche Kontakte zu dokumentieren seien.
- Bilder von Zielbehältern waren für die Gefechtsidentifizierung optimiert, nicht für die wissenschaftliche Vermessung unbekannter Objekte.
- Die USS Theodore Roosevelt-Trägergruppe bereitete sich auf einen Einsatz im Nahen Osten vor.
Die Vorfälle beeinflussten später Änderungen der UAP-Meldeverfahren der Navy.
Zeitleiste
2014
Piloten begannen, ungewöhnliche Radarkontakte vor der US-Ostküste zu melden.
Einige Berichte beschrieben:
- Ziele, die in großer Höhe erschienen.
- Objekte, die viele Stunden in der Luft blieben.
- Spuren, die sich gegen vorherrschende Winde bewegten.
- Wiederholte Aktivitäten im Trainingsluftraum.
- Bedenken wegen Beinahe-Kollisionen.
Bericht über eine Beinahe-Kollision
Pilot Ryan Graves beschrieb später einen Fall, bei dem zwei Flieger einen dunklen Würfel in einer transparenten oder durchscheinenden Kugel zwischen ihren Flugzeugen hindurchfliegen sahen.
Dieses Ereignis wurde weder im öffentlich veröffentlichten Gimbal- noch im GoFast-Video aufgezeichnet.
January 2015: GoFast
Eine F/A-18-Besatzung verfolgte ein kleines Infrarotobjekt über dem Ozean.
Die Videoanzeige erweckte den Eindruck einer schnellen Bewegung über das Wasser.
Die Besatzung reagierte überrascht, als der Sensor das Ziel erfasste.
Gimbal-Begegnung
Eine andere Besatzung zeichnete ein entferntes Infrarotobjekt auf.
Der Clip enthält Piloten, die Folgendes besprechen:
- Das Ziel.
- Eine Gruppe zusätzlicher Objekte.
- Starken Wind.
- Scheinbare Drehung.
Ein Pilot sagt, auf einer anderen Sensoranzeige sei "eine ganze Flotte" sichtbar.
Das öffentlich veröffentlichte Video zeigt diese behauptete Flotte nicht.
2017–2020 Öffentliche Veröffentlichung
Die Videos wurden durch Medienberichte öffentlich und später vom Department of Defense offiziell veröffentlicht.
Die Regierung bestätigte, dass das Material von Navy-Personal aufgenommen worden war, legte jedoch zunächst keine endgültigen Identifizierungen vor.
Spätere AARO-Analyse
AARO analysierte GoFast anhand der angezeigten Entfernung, Höhe, des Sensorwinkels und der Flugzeuginformationen.
Es kam zu dem Schluss, dass Parallaxe einen großen Teil der scheinbaren Geschwindigkeit erzeugte und das Objekt keine anomalen Leistungen zeigte. Die Stelle wies darauf hin, dass der Quelldatei vollständige georeferenzierte Flugzeugpositions- und Atmosphärenmetadaten fehlten, was die Genauigkeit einschränkte.
Hauptzeugen
A. Ryan Graves
Ehemaliger F/A-18-Pilot.
Berichtete über wiederholte ungewöhnliche Radarerfassungen und Bedenken wegen Beinahe-Kollisionen.
Graves nahm nicht jeden öffentlich veröffentlichten Clip persönlich auf, wurde aber zu einem Hauptzeugen für das breitere Muster an der Ostküste.
B. Gimbal-Flugbesatzung
Zeichnete das Infrarotziel auf und besprach zusätzliche Objekte.
Ihre Reaktionen in Echtzeit zeigen, dass sie das Ereignis für ungewöhnlich hielten.
Öffentlich verfügbare Informationen zeigen nicht alle Sensoranzeigen oder geheimen unterstützenden Daten.
C. GoFast-Flugbesatzung
Verfolgte das kleine Objekt über dem Ozean.
Die Aufregung der Besatzung spiegelte die scheinbare Schwierigkeit wider, das Ziel zu erfassen und die Sensorverfolgung aufrechtzuerhalten.
Das Video liefert keine klare sichtbare Form.
D. Weitere Roosevelt-Flieger
Mehrere Piloten berichteten später über Objekte mit unterschiedlichem Erscheinungsbild, darunter:
- Würfel innerhalb von Kugeln.
- Kleine Kugeln.
- Unidentifizierte Radarspuren.
- Objekte, die bei starkem Wind scheinbar stationär waren.
Diese Berichte sollten nicht automatisch als Beobachtungen eines einzigen Fluggerätetyps behandelt werden.
Physische Belege
Zu den Belegen gehören:
- Das Gimbal-Infrarotvideo.
- Das GoFast-Infrarotvideo.
- Aussagen der Piloten.
- Radar- und Zielbehälterberichte.
- Betriebsaufzeichnungen.
- Spätere Regierungsanalysen.
- Änderungen der Meldeverfahren.
Es wurde kein Material geborgen.
Keine öffentlichen Roh-Radardaten zeigen die gesamte behauptete Flotte.
Im Gimbal-Clip sind keine Entfernungsangaben sichtbar, die ausreichen, um absolute Geschwindigkeit und Größe mit Sicherheit zu bestimmen.
GoFast enthält genügend Anzeigeinformationen für eine ungefähre geometrische Analyse, obwohl wichtige Daten zu Flugzeugposition und Atmosphäre fehlen.
Offizielle Untersuchung
Die Navy bestätigte, dass es sich bei den Videos um authentische militärische Aufnahmen handelte.
Die Vorfälle wurden im Rahmen UAP-bezogener Verteidigungsprogramme und später von AARO geprüft.
AARO kam zu dem Schluss, dass die scheinbar extreme Geschwindigkeit von GoFast größtenteils aus Bewegungsparallaxe resultierte. Die veröffentlichte Methodik schätzte Geschwindigkeiten weit unter dem Eindruck, den die Bewegung des Ozeanhintergrunds erzeugte.
Der öffentliche Status von Gimbal ist vorsichtiger geblieben. Das Video zeigt ein reales Infrarotziel, doch das veröffentlichte Material allein belegt keine außergewöhnliche Flugleistung.
GoFast als Ballon oder langsames Objekt
Stärken:
- AAROs geometrische Analyse ergab moderate Geschwindigkeitsschätzungen.
- Die scheinbare Bewegung des Objekts wird stark durch das schnell fliegende Flugzeug und die Sichtlinie des Sensors beeinflusst.
- Kleine Ballons können in der Höhe treiben.
- Es sind kein Antrieb, keine Beschleunigung und kein Manöver sichtbar.
- Das Objekt könnte sich ungefähr mit Windgeschwindigkeit bewegt haben.
Schwächen:
- Genaue Wind- und Flugzeugpositionsdaten waren nicht verfügbar.
- Die genaue Höhe des Objekts bleibt modellabhängig.
- Die Besatzung hielt es für ungewöhnlich.
- AARO identifizierte öffentlich keinen bestimmten Ballon.
GoFast als Vogel
Stärken:
- Die berechnete Geschwindigkeit ist mit manchen Vögeln vereinbar.
- Ein Vogel kann als kleines Infrarotziel erscheinen.
- Seevögel bewegen sich über dem Ozean.
Schwächen:
- Die geschätzte Höhe könnte in einigen Rekonstruktionen für einen Vogel groß sein.
- Es ist keine Flügelbewegung sichtbar, obwohl die Auflösung gering ist.
- Das Infraroterscheinungsbild des Sensors ist undeutlich.
Gimbal als entferntes Düsenflugzeug
Stärken:
- Ein nahezu von hinten betrachteter Jet kann als kompakte Infrarotquelle erscheinen.
- Triebwerksabgase erzeugen eine Überstrahlung, die größer als das Flugzeug ist.
- Die scheinbare dunkle oder helle Form könnte ein optisches Artefakt sein.
- Die scheinbare Drehung könnte aus dem internen Derotationsmechanismus des Zielbehälters und Überstrahlung resultieren.
- Ein entferntes Luftfahrzeug könnte sich mit dem Wind bewegen und dabei nahezu stationär erscheinen.
Schwächen:
- Es wurde öffentlich kein konventionelles Luftfahrzeug identifiziert.
- Die Besatzung glaubte, dem Ziel fehlten gewöhnliche Flugeigenschaften.
- Piloten berichteten über eine Formation weiterer Objekte.
- Inwieweit allein die Sensormechanik die scheinbare Drehung erklärt, bleibt umstritten.
Infrarotüberstrahlung und Sensordrehung
Stärken:
- Infrarotüberstrahlung kann die tatsächliche Kontur eines Luftfahrzeugs verdecken.
- Optische Elemente im Behälter drehen sich zur Stabilisierung der Bilder.
- Hintergrundmerkmale können stabil bleiben, während sich das Überstrahlungsmuster verändert.
- Ähnliche Effekte können mit hellen Wärmequellen reproduziert werden.
Schwächen:
- Die Drehung des Objekts wirkt visuell auffällig.
- Befürworter argumentieren, dass sich Bilddetails in einer Weise drehen, die mit Überstrahlung allein unvereinbar sei.
- Vollständige geheime Sensormetadaten sind nicht verfügbar.
Radarreflektoren oder Ballons
Stärken:
- Radarverstärkende Ballons können starke Echos erzeugen.
- Kubische Reflektoren können in kugelförmigen Ballons aufgehängt sein.
- Solche Geräte werden für Tests, Überwachung und elektronische Kriegführung eingesetzt.
- Lange Verweildauer und windgetriebene Bewegung sind natürlich.
- Radar-Upgrades würden ihre Erfassung erleichtern.
Schwächen:
- Die Navy identifizierte öffentlich kein Reflektorprogramm.
- Einige Piloten berichteten über Bewegungen, die mit einfachem Treiben unvereinbar seien.
- Objekte bei Beinahe-Kollisionen wurden als fest und strukturiert wahrgenommen.
Geheime Tests
Stärken:
- Trainingsgebiete der Navy werden für fortschrittliche Systeme genutzt.
- Elektronische Kriegführung kann falsche Radarspuren erzeugen.
- Ballons, Drohnen und Täuschkörper können nicht offengelegt sein.
- Verbessertes Radar könnte zuvor unsichtbare Testausrüstung erfassen.
Schwächen:
- Nicht eingewiesene Piloten unbekannte Geräte anfliegen zu lassen, schafft Sicherheitsrisiken.
- Die Sichtungen hielten Berichten zufolge über lange Zeiträume an.
- Einige Objekte drangen in aktive Trainingskorridore ein.
Argumente von UAP-Forschern
Befürworter betonen:
- Wiederholte Pilotenberichte.
- Modernisiertes Radar.
- Mehrere Sensormodi.
- Behauptungen über Beinahe-Kollisionen.
- Objekte, die bei starkem Wind scheinbar stationär waren.
- Die Gimbal-Drehung.
- Der Bericht über eine Flotte.
- Fehlen eines sichtbaren konventionellen Antriebs.
- Dauer über Wochen oder Monate.
Einige Analysen rekonstruieren Gimbal als ein Objekt, das in relativ geringer Entfernung die Richtung umkehrt.
Andere Modelle verorten es viel weiter entfernt und interpretieren es als Luftfahrzeug. Das verfügbare Video legt die Entfernung nicht eindeutig fest.
Moderne historische Bewertung
Die Roosevelt-Fälle sollten nicht als ein homogenes Ereignis behandelt werden.
GoFast wurde weitgehend entmystifiziert: Das öffentliche Material zeigt kein Objekt, das sich mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit bewegt.
Gimbal bleibt mehrdeutiger, weil:
- Die Entfernung ungewiss ist.
- Die sichtbare Form von der Infrarotverarbeitung dominiert wird.
- Die behauptete zusätzliche Radarformation nicht öffentlich verfügbar ist.
- Die scheinbare Drehung Sensoroptik betreffen könnte.
Die breiteren Pilotenberichte verdienen aus Sicht der Flugsicherheit Aufmerksamkeit, selbst wenn viele Objekte Ballons, Drohnen, Reflektoren oder gewöhnliche Luftfahrzeuge waren.
A. Die Videos von der breiteren Welle trennen
Zeigen Gimbal und GoFast denselben Objekttyp?
Wurden die Berichte über Würfel in Kugeln in einem der Videos aufgezeichnet?
B. Parallaxe berechnen
Wie viel scheinbare Hintergrundbewegung resultiert aus der eigenen Geschwindigkeit und Kurve der F/A-18?
Welche Geschwindigkeiten bleiben nach Rekonstruktion der Geometrie?
C. Gimbal-Entfernung bestimmen
War das Objekt 10 nautical miles, 30 miles oder weiter entfernt?
Wie wirkt sich jede Annahme auf Größe und Bewegung aus?
D. Optik des Zielbehälters untersuchen
Dreht der Zielbehälter interne Spiegel im selben Moment wie die scheinbare Drehung des Objekts?
E. Unterstützende Radardaten suchen
Ist die berichtete Flotte in erhaltenen Radardaten sichtbar?
Wurden Spuren mit bekannten Luftfahrzeugen, Ballons oder Marineübungen korreliert?
Forschungsdokumentation
- Zeitraum: 2014-2015
- Zeugenprofil: Fall einer Militärstaffel
- Belegprofil: Pilotenberichte und Infrarotvideo
- Zugeordnete Zeugen: 2
- Fallgruppen: alle, Militärpiloten
- Zeitleisten-Detailseite: In der Ereignis-Zeitleiste verfügbar
Beleganalyse
Diese Prüfpunkte bestimmen die Behauptungen, Grenzen der Aktenlage, konkurrierende Erklärungen und Beweisfragen, die vor einer Schlussfolgerung geprüft werden sollten.
- Trennen Sie wiederkehrende Berichte von der Ostküste von den beiden weithin verbreiteten Videoclips.
- Bewerten Sie, wie Kamerageometrie und Parallaxe Behauptungen über scheinbare Bewegungen beeinflussen.
- Vergleichen Sie Graves' Bericht mit anderen Aussagen aus der Staffel und den Grenzen der öffentlichen Metadaten.
UAPRAD trennt zeitgenössische Unterlagen, zuordenbare Zeugenaussagen, physische oder sensorische Belege, spätere Erinnerungen und interpretierende Kommentare. Die Seite bewahrt Unsicherheit, wo die Aktenlage unvollständig ist, und behandelt fehlende Identifizierung als Forschungsstatus statt als Beweis für eine einzelne Erklärung.
Zitate und Quellenlinks
Quellen werden aufgeführt, damit Leser Primärdokumente, institutionelle Unterlagen, Zeugenaussagen, journalistische Berichte und spätere Kommentare voneinander unterscheiden können.
Primärquellen
- Gimbal- und GoFast-Videos.
- Pilotenberichte.
- Betriebsaufzeichnungen der Navy.
- Radardaten, soweit erhalten.
- Erklärungen des Department of Defense zur Videoveröffentlichung.
- AAROs Methodik zur Fallklärung von GoFast.
Sekundärquellen
- Technische Analyse von AARO.
- Interviews mit Ryan Graves und anderen Fliegern.
- Analysen von Optik und Sensorsystemen.
- Rekonstruktionen der Flugbahn.
- Studien zu Radarreflektoren, Ballons und Bewegungsparallaxe.
Gesamtbewertung
Die Roosevelt-Begegnungen warfen berechtigte Fragen zu Meldeverfahren und Flugsicherheit auf.
Die veröffentlichten Videos zeigen jedoch nicht die außergewöhnlichen Manöver, die ihnen häufig zugeschrieben werden. GoFast scheint ein sich mit mäßiger Geschwindigkeit bewegendes Objekt zu zeigen, dessen Geschwindigkeit durch Parallaxe übertrieben wirkte.
Gimbal ist anhand der öffentlichen Daten weiterhin unidentifiziert, könnte aber plausibel ein entferntes Luftfahrzeug zeigen, dessen Infrarotüberstrahlung und Sensorverhalten den Eindruck eines rotierenden Fluggeräts erzeugten.
- Erklärung des Defense Department zur Genehmigung der Veröffentlichung der historischen Navy-Videos — 27 April 2020
- Schriftliche Aussage von Ryan Graves — U.S. House Committee on Oversight, 26 July 2023
- NAVAIR-Dokumentenbibliothek zum Freedom of Information Act
- AARO-Bericht und Methodik zur Fallklärung von GoFast — February 2025
- Ryan Graves: 2023 House Oversight UAP Hearing: Offizielles Transkript
- Ryan Graves: 2023 House Oversight UAP Hearing: Seite der House-Oversight-Anhörung
- Ryan Graves: 2023 House Oversight UAP Hearing: Vollständiges Anhörungsvideo bei Wikimedia