Überblick

Ende Dezember 1949, veröffentlichte der pensionierte Major des Marine Corps und Luftfahrtautor Donald E. Keyhoe einen Artikel im Magazin True mit dem Titel „The Flying Saucers Are Real.“ Der Artikel zog große öffentliche Aufmerksamkeit auf sich und wurde zu einem gleichnamigen Buch erweitert, das im 1950.

veröffentlicht wurde. Keyhoe gehörte zu den ersten Autoren, die argumentierten, ein erheblicher Anteil der gemeldeten Sichtungen fliegender Untertassen stelle tatsächlich ungeklärte Phänomene und nicht Fehlidentifikationen oder Falschmeldungen dar. Sein Werk markierte einen Wendepunkt in der öffentlichen Diskussion des Themas und etablierte ihn als einen der einflussreichsten frühen zivilen Ermittler.

Das zentrale Argument

Auf Grundlage von Interviews, öffentlichen Unterlagen und Informationen aus Militär- und Nachrichtendienstkontakten argumentierte Keyhoe:

  • Die US Air Force hatte zahlreiche glaubwürdige Sichtungen untersucht.
  • Einige offizielle Erklärungen waren mit Zeugenaussagen nicht vereinbar.
  • Eine Reihe von Fällen blieb nach der Untersuchung ungeklärt.
  • Die Air Force verfügte über mehr Informationen, als sie öffentlich bekanntgegeben hatte.

Keyhoe stützte einen großen Teil seiner Argumentation auf Fälle wie den Mantell-Vorfall, die Chiles-Whitted-Begegnung und den Gorman-Luftkampf und stellte die damaligen offiziellen Erklärungen infrage.

Öffentliche Wirkung

Die Veröffentlichung erwies sich als sehr einflussreich. Sie erschien während des Übergangs von Project Sign zu Project Grudge, erreichte ein breites Publikum und trug dazu bei, UAP als Thema anhaltenden öffentlichen Interesses zu etablieren statt als Reihe isolierter Zeitungsmeldungen.

Der Erfolg des Buches führte zudem zu stärkerer Prüfung der Untersuchungen der Air Force und legte den Grundstein für Keyhoes spätere Leitung des National Investigations Committee on Aerial Phenomena (NICAP), einer der bekanntesten zivilen UAP-Organisationen der 1950er-Jahre.

Historische Bedeutung

The Flying Saucers Are Real gilt weithin als das erste bedeutende investigative Buch zum modernen UAP-Phänomen. Obwohl viele seiner Schlussfolgerungen umstritten bleiben, war sein Einfluss auf den öffentlichen Diskurs erheblich und prägte über Jahrzehnte Debatten über staatliche Transparenz und offizielle Untersuchungen.

Quellen