Überblick
Der Nuklearfälle der Malmstrom Air Force Base bezeichnen eine Reihe gemeldeter UAP-Vorfälle im Zusammenhang mit dem 341st Strategic Missile Wing auf der Malmstrom Air Force Basein Montana im März 1967. (Obwohl viele Zeitleisten das Ereignis mit Januar 1967 angeben, ereigneten sich die am besten dokumentierten Vorfälle im März 1967.) Die Fälle gehören zu den am häufigsten diskutierten militärischen UAP-Meldungen, weil sie Behauptungen umfassen, dass nicht identifizierte Flugobjekte nahe nuklearen Raketenanlagen beobachtet wurden, während mehrere Minuteman-Interkontinentalraketen (ICBM) unerwartet außer Betrieb gingen.
Die beiden wichtigsten Vorfälle werden üblicherweise als Echo Flight und und Oscar Flight
bezeichnet.
Nach Aussagen, die mehrere ehemalige Angehörige der U.S. Air Force Jahre später machten, meldeten Sicherheitsteams an Raketenstartanlagen ungewöhnliche leuchtende Objekte nahe den Silos.
Der am häufigsten diskutierte Vorfall soll sich bei und am 24. März 1967ereignet haben, als Sicherheitspersonal ein rot leuchtendes Objekt meldete, das außerhalb der Anlage schwebte. Kurz darauf gingen Berichten zufolge zehn Minuteman-Raketen in einen „No-Go“-Zustand über und standen vorübergehend nicht für einen Start zur Verfügung.
Ehemalige Startkontrolloffiziere, darunter Captain Robert Salas, haben erklärt, dass der Verlust der Einsatzbereitschaft der Raketen eintrat, während Berichte über ein nicht identifiziertes Objekt von Sicherheitspersonal an der Oberfläche weitergegeben wurden.
Ein zweiter Vorfall bei Echo Flight wurde ebenfalls von ehemaligen Raketenbesatzungen beschrieben, wobei sich die Einzelheiten zwischen Zeugenaussagen und offiziellen Unterlagen unterscheiden.
Gemeldete Merkmale
Zeugen, die sich im Laufe der Jahre öffentlich äußerten, beschrieben mehrere wiederkehrende Merkmale:
- Helle rote, orangefarbene oder weiße leuchtende Objekte.
- Anscheinendes Schweben über oder nahe Raketenanlagen.
- Lautloser Betrieb.
- Objekte, die über längere Zeit stationär blieben.
- Gleichzeitige Meldungen mehrerer Militärangehöriger.
- Vorübergehender Verlust des Einsatzstatus bei Gruppen von Minuteman-Raketen.
Wichtig ist, dass es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass die Raketen gestartet oder dauerhaft beschädigt wurden. Die gemeldeten Ausfälle betrafen einen vorübergehenden Verlust des Alarmstatus, der Wartung und Systemprüfungen erforderte, bevor die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt wurde.
Untersuchung
Zum Zeitpunkt der Vorfälle führte die Air Force technische Untersuchungen der Raketenstörungen durch.
Technische Berichte identifizierten Fehler in Komponenten der Leit- und Kontrollsysteme der Raketen. Während die Geräteausfälle selbst gut dokumentiert waren, kamen von der Air Force veröffentlichte offizielle Unterlagen nicht zu dem Schluss, dass sie durch nicht identifizierte anomale Phänomene verursacht wurden.
Ehemalige Angehörige der Air Force behaupten weiterhin, dass während zumindest einiger der Raketenausfälle ungewöhnliche Flugobjekte anwesend gewesen seien. Andere Ermittler argumentierten, die Raketenausfälle entsprächen bekannten technischen Problemen früher Minuteman-Systeme und eine direkte kausale Beziehung zwischen den gemeldeten Objekten und den Gerätefehlfunktionen sei nicht nachgewiesen.
Die unterschiedlichen Interpretationen haben die Malmstrom-Vorfälle zu einem der am stärksten diskutierten militärischen UAP-Fälle gemacht.
Historische Bedeutung
Die Malmstrom-Fälle wurden besonders bedeutsam, weil sie das wiederkehrende Thema gemeldeter UAP-Aktivität nahe Kernwaffenanlageneinführten. Ähnliche Behauptungen wurden seither zu weiteren militärischen Anlagen sowohl in den Vereinigten Staaten als auch im Ausland erhoben.
Die Vorfälle erhielten in den 1990er- und 2000er-Jahren erneut öffentliche Aufmerksamkeit, als ehemalige Angehörige der Air Force begannen, öffentlich über ihre Erfahrungen zu sprechen. In den folgenden Jahren griffen Forscher und Journalisten den Fall im Rahmen breiterer Diskussionen über militärische UAP-Meldungen und nationale Sicherheit wieder auf.
Obwohl keine offizielle Untersuchung zu dem Schluss gelangt ist, dass nicht identifizierte anomale Phänomene die Raketensysteme beeinträchtigten, bleiben die Malmstrom-Fälle wegen der Glaubwürdigkeit vieler militärischer Zeugen und der dokumentierten Raketenausfälle in diesem Zeitraum ein wichtiger Teil des historischen Bestands.
Quellen
- Wikipedia - Malmstrom Air Force Base UFO Reports
- U.S. National Archives - Project Blue Book Records
- National Security Archive - Declassified Nuclear Weapons Documents
- Robert Hastings - UFOs and Nukes: Extraordinary Encounters at Nuclear Weapons Sites (2008)
- Project 1947 - Historical UAP Resources