Überblick

Der Phoenix Lights bezeichnet eine Reihe breit gemeldeter UAP-Sichtungen am Abend des 13 March 1997 in Arizona, mit zusätzlichen Meldungen aus Teilen von Nevada und Sonora, Mexiko. Das Ereignis gilt als einer der größten und am umfassendsten bezeugten UAP-Vorfälle der modernen Geschichte; Tausende Menschen meldeten über mehrere Stunden ungewöhnliche Lichter.

Die Sichtungen bestanden aus zwei unterschiedlichen Ereignissen, die in der öffentlichen Diskussion häufig vermischt wurden. Beim ersten wurden große V-förmige Lichtformationen gemeldet, die langsam über den Bundesstaat zogen; beim zweiten eine Reihe stationärer Lichter, die später am Abend südwestlich von Phoenix beobachtet wurden.

Erstes Ereignis: V-förmige Formation

Ab ungefähr 7:30 p.m.meldeten Zeugen in Nord- und Zentral-Arizona eine große Lichtformation, die sich von Norden nach Süden bewegte.

Viele beschrieben die Lichter als V-förmig oder bumerangförmig Muster. Einige Zeugen glaubten, ein einziges riesiges Objekt zu beobachten, während andere die Lichter als Formation einzelner Flugzeuge deuteten, die eng beieinander flogen.

Meldungen kamen von:

  • Privatpersonen.
  • Polizeibeamten.
  • Piloten.
  • Personal der Flugsicherung.
  • Militärangehörigen.

Zeugen beschrieben das Objekt oder die Formation meist als lautlos in relativ geringer Höhe fliegend und mit gleichmäßigem Kurs über den Bundesstaat.

Zweites Ereignis: Stationäre Lichter

Gegen 10:00 p.m.beobachteten viele Einwohner des Großraums Phoenix eine Reihe heller Lichter, die über der Estrella-Bergkette südwestlich der Stadt nahezu stationär wirkten.

Diese Lichter blieben mehrere Minuten sichtbar und verschwanden dann allmählich.

Der U.S. Air Force erklärte später, dass diese Lichter LUU-2B/B-Beleuchtungsfackeln gewesen seien, die während einer militärischen Übung von A-10 Thunderbolt II Flugzeugen der Maryland Air National Guard auf der nahegelegenen Barry M. Goldwater Range.

abgeworfen wurden. Spätere Videoanalysen zeigten, dass das Verhalten der späteren Lichter weitgehend mit sinkenden militärischen Leuchtfackeln vereinbar ist.

Gemeldete Merkmale

Die Beschreibungen des ersten Ereignisses unterschieden sich erheblich; häufige Merkmale waren jedoch:

  • Eine große V-förmige oder dreieckige Formation.
  • Fünf bis sieben helle Lichter.
  • Lautlose Bewegung.
  • Langsamer, gleichmäßiger Flug über Arizona.
  • Offenbar geringe Flughöhe.
  • Nach Angaben einiger Zeugen eine extrem große scheinbare Ausdehnung.

Das zweite Ereignis war gekennzeichnet durch:

  • Eine Reihe heller stationärer Lichter.
  • Allmähliches Verblassen über mehrere Minuten.
  • Sichtbarkeit aus großen Teilen des Großraums Phoenix.

Untersuchung

Das National UFO Reporting Center (NUFORC) sammelte Hunderte von Zeugenaussagen, während Journalisten, Forscher und Luftfahrtexperten Fotografien, Videoaufnahmen und Augenzeugenberichte prüften.

Das US-Militär bestätigte, dass an jenem Abend während Übungen Leuchtfackeln abgeworfen worden waren, und vertrat die Auffassung, dass diese die später südwestlich von Phoenix beobachteten stationären Lichter erklärten.

Viele Zeugen der früheren V-förmigen Formation argumentierten jedoch, dass die Leuchtfackel-Erklärung nicht erklären könne, was sie früher am Abend beobachtet hatten, da sie ein großes, sich bewegendes Objekt beschrieben, das den Bundesstaat überquerte, und keine stationären Lichter.

Für die erste Serie von Sichtungen wurde keine offizielle Erklärung allgemein akzeptiert.

Öffentliche Reaktion

Die Phoenix Lights fanden in den gesamten Vereinigten Staaten erhebliche mediale Aufmerksamkeit.

Eine der bekanntesten öffentlichen Personen, die mit dem Vorfall in Verbindung standen, war Fife Symington, der damalige Gouverneur von Arizona. Kurz nach dem Ereignis hielt Symington eine Pressekonferenz ab, bei der ein Mitglied seines Stabs in einem Alien-Kostüm erschien; dies wurde weithin als Versuch verstanden, die öffentliche Besorgnis durch Humor zu verringern.

Jahre später, nach seinem Ausscheiden aus dem Amt, erklärte Symington, er habe in der Nacht der Sichtungen selbst ein ungewöhnlich großes Luftobjekt beobachtet und sei der Ansicht, das Ereignis verdiene eine ernsthafte Untersuchung.

Historische Bedeutung

Die Phoenix Lights zählen weiterhin zu den bedeutendsten Massensichtungsereignissen der modernen UAP-Geschichte.

Der Fall ist bemerkenswert, weil er Folgendes umfasste:

  • Tausende Zeugen.
  • Mehrere unabhängige Berichte aus einem großen geografischen Gebiet.
  • Zivile Beobachter und Angehörige der Strafverfolgungsbehörden.
  • Umfangreiche fotografische und videografische Dokumentation.
  • Offizielle militärische Bestätigung eines Teils des Ereignisses.

Viele Forscher unterscheiden zwischen den beiden Hauptereignissen und weisen darauf hin, dass die späteren stationären Lichter zwar weithin militärischen Leuchtfackeln zugeschrieben werden, die früheren V-förmigen Sichtungen jedoch weiterhin Gegenstand von Debatten sind.

Aus diesem Grund spielen die Phoenix Lights in Diskussionen über moderne UAP-Untersuchungen und Massen-Augenzeugenereignisse weiterhin eine wichtige Rolle.

Quellen