Überblick

Im March 2024 veröffentlichte das All-domain Anomaly Resolution Office (AARO) den Band Eins seines Historical Record Report und legte damit die erste offizielle staatliche Überprüfung jahrzehntelanger Behauptungen zu Unidentifizierte anomale Phänomene (UAP) sowie angeblichen geheimen staatlichen Bergungsprogrammen vor.

Der Bericht, der als Reaktion auf eine Anweisung des Kongresses erstellt wurde, untersuchte historische Untersuchungen der US-Regierung zu unidentifizierten Luftphänomenen von 1945 through 2023, und stützte sich auf geheime und nicht geheime Unterlagen, Interviews mit aktuellen und ehemaligen Regierungsmitarbeitern sowie Archivdokumentation.

Der Bericht kam zu dem Schluss, dass AARO keine überprüfbaren Belege dafür gefunden habe, dass die US-Regierung oder Privatunternehmen geborgene außerirdische Technologie besäßen oder langfristige Programme zum Reverse Engineering nichtmenschlicher Fluggeräte betrieben hätten.

Hintergrund

Der Historical Record Report erfüllte Vorgaben, die der Kongress im National Defense Authorization Act festgelegt hatte und die AARO anwiesen, historische Regierungsunterlagen zu UAP-Untersuchungen zu prüfen.

Die Überprüfung folgte auf ein gestiegenes öffentliches Interesse infolge von:

  • Anhörungen des Kongresses zu UAP.
  • Jahresberichten des Office of the Director of National Intelligence.
  • Behauptungen des ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters David Grusch.
  • Fortgesetzten Forderungen nach mehr Transparenz über historische Regierungsprogramme.

Band Eins konzentrierte sich vor allem auf die Bewertung dokumentarischer Belege zu langjährigen öffentlichen Behauptungen über verborgene UAP-Programme.

Ergebnisse von Band Eins

AARO berichtete, Unterlagen des Department of Defense, der Intelligence Community und zahlreicher Bundesbehörden geprüft zu haben.

Zu den wichtigsten Feststellungen gehörten:

  • Es wurden keine überprüften Belege identifiziert, die zeigten, dass die US-Regierung außerirdische Raumfahrzeuge oder nichtmenschliches biologisches Material besaß.
  • Historische Programme wie Project SIGN, Project GRUDGE und Project Blue Book waren überprüft worden.
  • Behauptungen über jahrzehntelange geheime Bergungs- und Reverse-Engineering-Programme wurden durch die AARO verfügbaren dokumentarischen Belege nicht bestätigt.
  • Viele historische Behauptungen wurden auf Missverständnisse, unvollständige Informationen oder Fehlinterpretationen geheimer Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsaktivitäten zurückgeführt.
  • AARO erklärte, weiterhin bereit zu sein, neue Belege zu untersuchen, die über offizielle Meldekanäle vorgelegt würden.

Der Bericht betonte, seine Schlussfolgerungen beruhten auf den während der Untersuchung geprüften Belegen und weitere historische Bände würden folgen.

Reaktion von Öffentlichkeit und Regierung

Die Veröffentlichung löste erhebliche öffentliche Diskussionen aus.

Beamte des Department of Defense beschrieben den Bericht als evidenzbasierte historische Bewertung, die die Transparenz über frühere Regierungsuntersuchungen verbessern sollte.

Einige Forscher begrüßten die umfangreiche historische Dokumentation des Berichts, während andere Aspekte seiner Methodik kritisierten und argumentierten, zusätzliche geheime Unterlagen sollten geprüft werden.

Mehrere Mitglieder des Kongresses erklärten, die Aufsicht über AARO werde fortgesetzt, und ermutigten die Stelle, neue glaubwürdige Informationen von Whistleblowern oder Regierungsmitarbeitern zu untersuchen.

Der Bericht wurde zu einem der am intensivsten untersuchten offiziellen UAP-Dokumente, die seit Beginn der modernen Offenlegungsära veröffentlicht wurden.

Historische Bedeutung

Band Eins von AAROs Historical Record Report stellt die bislang umfassendste veröffentlichte offizielle Überprüfung historischer UAP-Untersuchungen der US-Regierung dar.

Zu seiner Bedeutung gehören:

  • Erster Band von AAROs vom Kongress vorgeschriebener historischer Überprüfung.
  • Untersuchung von fast acht Jahrzehnten UAP-Ermittlungen der US-Regierung.
  • Offizielle Bewertung von Behauptungen über historische Bergungsprogramme.
  • Erhöhte Transparenz über historische Regierungsunterlagen.
  • Grundlage für künftige historische Berichte und fortdauernde Aufsicht des Kongresses.

Unabhängig von unterschiedlichen Interpretationen seiner Schlussfolgerungen markierte die Veröffentlichung einen beispiellosen Versuch des Department of Defense, die historische Aktenlage zu unidentifizierten anomalen Phänomenen zu dokumentieren und öffentlich zu bewerten.

Quellen