UAP-Forschungsprofil
Matthew Szydagis
Experimentalphysiker und UAP-Instrumentierungsforscher
- TitelExperimentalphysiker und UAP-Instrumentierungsforscher
Überblick
Matthew Szydagis ist Associate Professor für Physik an der University at Albany. Seine etablierte Forschung befasst sich vor allem mit experimenteller Astroteilchenphysik, Detektorentwicklung und der direkten Suche nach Dunkler Materie. Er gehört der LUX-ZEPLIN-(LZ)-Kollaboration an und entwickelte die Noble Element Simulation Technique (NEST), eine Software zur Modellierung des Ansprechverhaltens von Teilchendetektoren mit Edelgasen. UAlbany führt auch unidentifizierte anomale Phänomene unter seinen gegenwärtigen Forschungsinteressen auf. [S1]
Für die UAP-Forschung ist Szydagis vor allem deshalb bedeutsam, weil sich sein Beitrag auf Instrumentierung, die Aussonderung falsch positiver Befunde und die Analyse konzentriert und nicht auf eine lange Reihe außergewöhnlicher Behauptungen. Er leitete die begutachtete Veröffentlichung über die erste UAPx-Feldexpedition, bei der während eines Einsatzes in Kalifornien im Jahr 2021 Kameras für sichtbares Licht und Infrarot, Wetterradardaten, Strahlungsdetektoren und Analysesoftware verwendet wurden. Die Studie lieferte für die meisten möglichen Anomalien plausible Erklärungen und berichtete über einen mehrdeutigen Restbefund; zugleich hielt sie ausdrücklich fest, dass keine Belege für einen Zusammenhang zwischen UAP und nicht-menschlicher Intelligenz gefunden worden seien. [S2][S3]
2026 benannte Avi Loeb Szydagis öffentlich als Mitglied des UAP Science Advisory Council und ordnete ihm den Bereich Instrumentierung und Datenerhebung zu. [S4][S5] Sein Profil veranschaulicht daher, wie Methoden der experimentellen Teilchenphysik – Untergrundunterdrückung, Kalibrierung, Koinzidenzerkennung und die ausdrückliche Behandlung von Unsicherheit – zur UAP-Forschung beitragen können.
Hintergrund in der Experimentalphysik
UAlbany dokumentiert, dass Szydagis 2010 an der University of Chicago promovierte und anschließend als Postdoktorand an der University of California, Davis arbeitete, bevor er der Physikfakultät von UAlbany beitrat. [S1] Sein Hauptforschungsgebiet ist der direkte Nachweis Dunkler Materie.
Das LZ-Experiment wird tief unter der Erde in der Sanford Underground Research Facility in South Dakota betrieben. Sein Detektor soll sehr seltene Teilchenwechselwirkungen erfassen und zugleich einen wesentlich größeren Untergrund gewöhnlicher Ereignisse aussondern. [S1][S6]
Diese Forschungsumgebung ist für das methodische Problem der UAP unmittelbar relevant. Ein Detektor für Dunkle Materie kann nicht jedes ungewöhnliche Signal als Beleg für ein neues Teilchen behandeln. Forschende müssen das Ansprechverhalten des Detektors verstehen, bekannte Untergründe kalibrieren, alternative Quellen simulieren und prüfen, ob ein Signal zunehmend strengere Ausschlusskriterien übersteht.
Die UAP-Instrumentierung steht auf anderer Größenskala vor einem vergleichbaren Problem. Kameras und Radarsysteme erfassen fortwährend Flugzeuge, Vögel, Satelliten, Meteore, Insekten, Linsenartefakte, Wetterphänomene und elektronisches Rauschen. Ein wissenschaftlich tragfähiges UAP-Programm muss daher an der Beseitigung falsch positiver Befunde mindestens ebenso interessiert sein wie an der Bestimmung ungewöhnlicher Kandidaten.
NEST und Detektormodellierung
Szydagis entwickelte NEST 2011, um das Ansprechverhalten von Edelgasen wie Xenon und Argon auf Teilchenwechselwirkungen zu modellieren. UAlbany beschreibt das Paket als öffentlich verfügbare Software, die von der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft eingesetzt wird, und verweist auf seine Bedeutung für die Suche nach seltenen Ereignissen, etwa im LZ-Experiment. [S1][S6]
Der Bezug zur UAP-Forschung ist konzeptionell und nicht unmittelbar. NEST ist kein UAP-Detektor. Bedeutsam ist vielmehr, dass Szydagis' etablierte Arbeit darauf beruht, das Verhalten eines Instruments so genau zu verstehen, dass sich ein schwaches Signal von Untergrund und Artefakten unterscheiden lässt.
Diese Vorgehensweise ist für die UAP-Analyse nützlich, weil viele außergewöhnlich wirkende Aufnahmen letztlich Fragen zum Sensor und nicht zum äußeren Objekt aufwerfen. Ein Bild kann einen realen Reiz enthalten und dessen Form, Temperatur oder Bewegung aufgrund optischer, elektronischer oder verarbeitungsbedingter Effekte dennoch falsch wiedergeben.
Die UAPx-Expedition von 2021
Im Juli 2021 nahm Szydagis gemeinsam mit Kevin Knuth, Cecilia Levy, Benjamin Kugielsky und weiteren Beteiligten an einer einwöchigen UAPx-Feldexpedition im Umfeld von Catalina Island und Laguna Beach in Kalifornien teil. [S2][S3] Das Team setzte mehrere Instrumenttypen ein, darunter Kameras für sichtbares Licht und Infrarot, Wetterradardaten und Cosmic-Watch-Strahlungsdetektoren. Ziel war nicht lediglich, ungewöhnliche Videos aufzunehmen. Die Forschenden versuchten, einen Rahmen zu schaffen, in dem Beobachtungen mit mehreren Messkanälen, bekannten astronomischen Zielen und Umweltdaten abgeglichen werden konnten.
Dies unterschied sich methodisch deutlich von historischer Fallforschung. Anstatt ein Ereignis Jahre später zu rekonstruieren, kannte das Feldteam die Standorte und Messaufgaben der Instrumente sowie den Zeitpunkt der Beobachtungen.
Die begutachtete Veröffentlichung von 2025
Die Arbeit des Teams, "Initial Results From the First Field Expedition of UAPx to Study Unidentified Anomalous Phenomena," erschien 2025 nach früheren Preprint-Fassungen in Progress in Aerospace Sciences. [S2] Szydagis war Hauptautor.
Die begleitende Zusammenfassung von UAlbany fällt durch ihre Zurückhaltung auf. Die Forschenden berichteten, für alle bis auf eine der in den Daten erkannten möglichen Anomalien plausible Erklärungen gefunden zu haben. Bekannte Objekte, darunter die Internationale Raumstation, ließen sich anhand von Zeitangaben, Trigonometrie und externen Informationen identifizieren oder ausschließen. [S3]
Die verbleibende mehrdeutige Beobachtung bestand aus hellen weißen Punkten innerhalb eines dunklen Bereichs, der in mehreren Videos zu sehen war. Das Team stellte sie nicht als bestätigtes außergewöhnliches Objekt dar. Szydagis erklärte ausdrücklich, es seien keine Belege dafür gefunden worden, dass UAP mit nicht-menschlicher Intelligenz zusammenhingen. [S3] Dies ist ein wichtiges wissenschaftliches Ergebnis, denn ein belastbares Detektionsverfahren muss neben möglichen Anomalien auch negative Klassifikationen hervorbringen.
C-TAP und Bildanalyse
Szydagis und seine Kollegen entwickelten eine Analysesoftware, die UAlbany als Custom Target Analysis Protocol (C-TAP) bezeichnet. Das System untersuchte Infrarotaufnahmen Bild für Bild und Pixel für Pixel und verband automatisierte Analyse mit menschlicher Überprüfung. [S3]
Ziel war es, mögliche Zielobjekte zu erkennen und von digitalem Rauschen sowie bekannten Objekten zu unterscheiden. Ein solches Verfahren ist wichtig, weil die manuelle Sichtung von Bildmaterial starke Selektionseffekte erzeugen kann. Forschenden fallen Bilder, die ungewöhnlich wirken, naturgemäß eher auf, während die wesentlich größere Menge gewöhnlicher Beobachtungen leicht unbeachtet bleibt.
Eine automatisierte oder teilautomatisierte Erkennung ermöglicht es, Kriterien vor der Interpretation festzulegen. Maschinelles Lernen und Bildanalyse sind jedoch nur so zuverlässig wie ihre Trainingsdaten, Kalibrierung, Schwellenwerte und Validierung.
Wenn ein Algorithmus eine Anomalie markiert, bedeutet dies, dass eine Erkennung von den im System hinterlegten Mustern abweicht. Damit ist für sich genommen kein anomales physisches Objekt nachgewiesen.
Koinzidenzerkennung
Das Feldprogramm betonte außerdem die Koinzidenz zwischen Sensoren. Wenn ein Ereignis gleichzeitig von unabhängigen Kameras, Strahlungsdetektoren oder externem Radar erfasst wird, kann die Wahrscheinlichkeit sinken, dass lediglich ein Fehler eines einzelnen Instruments vorliegt. Dieses Prinzip ist in der Teilchenphysik zentral, wo koinzidente Signale helfen können, Untergrundereignisse auszusondern. Für die UAP-Forschung ist Koinzidenz besonders wertvoll, weil Beobachtungen eines einzelnen Sensors häufig mehrdeutig bleiben.
Ein Artefakt einer Infrarotkamera erscheint möglicherweise nicht in einer Kamera für sichtbares Licht. Bei einem physischen Flugzeug wären dagegen – abhängig von Geometrie und Sensorempfindlichkeit – grundsätzlich vorhersehbare Beziehungen zwischen visuellen, infraroten, akustischen oder radargestützten Messungen zu erwarten.
Auch eine Multisensor-Koinzidenz belegt nicht automatisch einen außergewöhnlichen Ursprung. Sie stärkt die Annahme, dass ein reales äußeres Ereignis stattgefunden hat, und liefert zusätzliche Parameter für dessen Identifizierung.
Grenzen der Feldexpedition
Die UAPx-Expedition machte auch praktische Probleme sichtbar. Kurze Feldeinsätze können enorme Datenmengen erzeugen, ohne dass dabei notwendigerweise das erhoffte Phänomen beobachtet wird. Ausrichtung und Kalibrierung der Instrumente, Umwelteinflüsse und eine unvollständige Überlappung der Sensorabdeckung können begrenzen, was sich aus den Daten ableiten lässt.
Die Veröffentlichung von 2025 erörtert ausdrücklich Erfolge und Misserfolge und zieht Lehren für künftige Expeditionen. [S2] Diese selbstkritische Dimension ist wichtig. Ein glaubwürdiges UAP-Forschungsprogramm sollte Nullergebnisse, Kalibrierungsfehler und Raten falsch positiver Befunde ebenso veröffentlichen wie ungewöhnliche Aufnahmen. Andernfalls können weder Forschende noch Öffentlichkeit beurteilen, ob eine behauptete Anomalie im Gesamtdatensatz außergewöhnlich ist oder lediglich das interessanteste aus einer großen Menge verrauschter Bilder ausgewählte Einzelbild.
Forschungsstiftung an UAlbany
Im November 2025 gab UAlbany eine bedeutende Stiftung zur Unterstützung fortlaufender wissenschaftlicher UAP-Forschung unter Beteiligung von Szydagis, Knuth und Cecilia Levy bekannt. Die Universität bezeichnete die Entwicklung strenger und reproduzierbarer Verfahren für Erkennung und Analyse als Ziel. [S7]
Diese Finanzierung schafft eine stabilere institutionelle Grundlage für die Arbeit, die mit einer kurzen Feldexpedition begann. Die Expedition von 2021 war von der Dokumentarfilmproduzentin Caroline Cory für Arbeiten im Zusammenhang mit A Tear in the Sky finanziert worden. UAlbany legte dieses Finanzierungsverhältnis in seiner Berichterstattung von 2025 offen. [S3]
Die Unterscheidung sollte erhalten bleiben. Kommerzielle Finanzierung oder die Finanzierung durch eine Dokumentarproduktion entwertet wissenschaftliche Arbeit nicht, doch eine transparente Herkunft der Mittel ermöglicht es den Lesenden, mögliche Anreize und die Unabhängigkeit der Forschung einzuschätzen. Die spätere universitäre Stiftung kann längerfristige Beobachtungen und eine stärker kontrollierte methodische Entwicklung ermöglichen.
UAP Science Advisory Council
Im Juni 2026 führte Avi Loeb Szydagis öffentlich als Mitglied des neuen UAP Science Advisory Council auf und wies ihm den Bereich "instrumentation and data collection." zu. [S4][S5] Diese Aufgabe entspricht unmittelbar seinem etablierten experimentellen Hintergrund. Anders als bei einem Ratsmitglied, dessen UAP-Profil mit der Ernennung beginnt, hatte Szydagis bereits vor Gründung des Rates begutachtete Forschung zur UAP-Instrumentierung geleitet. Die Ernennung ist damit relevant, aber nicht die Grundlage seines Profils.
Der wissenschaftliche Wert des Rates hängt weiterhin von der Qualität der Daten ab, die ihm zugänglich gemacht werden, und davon, ob seine Methoden und Ergebnisse in unabhängig überprüfbarer Form veröffentlicht werden. UAPRADs eigene Governance-Bewertung behandelt diese Punkte daher zu Recht als offene Prüfsteine der Glaubwürdigkeit, statt aus einem namhaften Mitgliederverzeichnis wissenschaftliche Ergebnisse abzuleiten. [S8]
Verhältnis zu Hypothesen nicht-menschlichen Ursprungs
Szydagis' öffentliche wissenschaftliche Position ist deutlich zurückhaltender als die mancher Beteiligter an der breiteren UAP-Debatte. In der Mitteilung von UAlbany aus dem Jahr 2025 wird er mit der Aussage zitiert, die Expedition habe keine Belege dafür erbracht, dass UAP mit nicht-menschlicher Intelligenz verbunden seien. [S3] Das bedeutet nicht, dass er alle UAP für konventionell erklärt hätte. Es bedeutet, dass der Felddatensatz diese weitergehende Schlussfolgerung nicht stützte. Diese Unterscheidung zeigt, wie ein Forscher UAP ernsthaft untersuchen kann, ohne einen nicht-menschlichen Ursprung als Standarderklärung anzunehmen.
Analogie zur Dunklen Materie und gebotene Vorsicht
Weil Szydagis auf beiden Gebieten arbeitet, liegt ein unmittelbarer Vergleich zwischen der UAP-Forschung und der Suche nach Dunkler Materie nahe. Die Analogie ist in bestimmter Hinsicht nützlich, hat aber Grenzen.
Dunkle Materie wird durch mehrere unabhängige astrophysikalische Beobachtungen gestützt, auch wenn das zugehörige Teilchen bislang nicht direkt identifiziert wurde. UAP bezeichnet dagegen eine Beobachtungskategorie, unter die verschiedenartige Ereignisse fallen.
Übertragbar ist daher nicht der Evidenzstatus Dunkler Materie, sondern die experimentelle Disziplin bei der Suche nach seltenen Ereignissen:
- das Ansprechverhalten des Detektors verstehen;
- bekannte Untergründe charakterisieren;
- Rohdaten bewahren;
- nach Möglichkeit verblindete oder vorab festgelegte Analysen verwenden;
- falsch positive Befunde dokumentieren;
- statistische und instrumentelle Konsistenz verlangen, bevor ein neues Phänomen behauptet wird. Diese Praktiken sind wichtiger als ein oberflächlicher Vergleich zweier "mysteries".
Evidenzanalyse
Szydagis gehört zu den überzeugenderen Kandidaten für die Aufnahme, weil sich seine UAP-spezifische Arbeit anhand einer begutachteten Methodenstudie und institutioneller Dokumentation bewerten lässt. Ihre zentrale wissenschaftliche Stärke ist die prospektive Datenerhebung.
Die wichtigste Einschränkung besteht darin, dass die erste Expedition kein vollständig charakterisiertes anomales Ereignis hervorbrachte. Das ist kein Scheitern des wissenschaftlichen Ansatzes. Es bedeutet, dass die Evidenz keine weitergehende Schlussfolgerung stützte.
Seine etablierte Expertise bei der Detektion seltener Ereignisse macht ihn besonders für die Kontrolle falsch positiver Befunde und die Instrumentierung relevant. Der künftige Wert seiner Arbeit wird davon abhängen, ob fortlaufende Projekte von UAlbany und UAPSAC Langzeitbeobachtungen mit kalibrierter Multisensorabdeckung und offenen Analyseprotokollen erzeugen können.
Was gesichert ist
- Szydagis ist Experimentalphysiker an der UAlbany; seine Hauptforschung umfasst die LZ-Suche nach Dunkler Materie und die Detektormodellierung. [S1]
- Er entwickelte das Detektorsimulationsverfahren NEST. [S1][S6]
- UAlbany führt UAP gegenwärtig unter seinen Forschungsinteressen auf. [S1]
- Er leitete die begutachtete Veröffentlichung von 2025 über die UAPx-Feldexpedition von 2021. [S2]
- Bei der Expedition wurden mehrere Instrumente eingesetzt und falsch positive Befunde systematisch auszusondern versucht. [S2][S3]
- Für die meisten möglichen Anomalien wurden plausible Erklärungen gefunden; eine blieb mehrdeutig. [S3]
- Die Forschenden berichteten nicht über Belege für nicht-menschliche Intelligenz. [S3]
- UAlbany schuf 2025 eine fortlaufend finanzierte Grundlage für UAP-Forschung. [S7]
- Szydagis wurde 2026 öffentlich als UAPSAC-Mitglied mit Fachverantwortung für Instrumentierung und Datenerhebung benannt. [S4][S5]
Was nicht gesichert ist
- Der verbleibende mehrdeutige UAPx-Befund ist kein bestätigtes anomales Fluggerät.
- Automatisierte Bilderkennung macht aus einer Sensoranomalie keinen Nachweis eines neuen physischen Phänomens.
Gesamtbewertung
Matthew Szydagis ist für das entstehende wissenschaftliche UAP-Feld bedeutsam, weil sich seine Arbeit auf eine häufig vernachlässigte Frage konzentriert: Woran erkennen Forschende, dass eine scheinbare Anomalie nicht auf den Detektor, die Software oder den Untergrund zurückgeht? Seine etablierte Laufbahn in der Teilchendetektion seltener Ereignisse bildet dafür eine solide methodische Grundlage. Die UAPx-Expedition von 2021 und die Veröffentlichung von 2025 sind nicht deshalb nützlich, weil sie außergewöhnliche Technologie entdeckt hätten, sondern weil sie ein Verfahren zur Aussonderung gewöhnlicher Kandidaten und zur zurückhaltenden Dokumentation eines ungeklärten Rests vorführten. Dies ist wissenschaftlich tragfähiger, als von einem eindrucksvollen Video auszugehen und nachträglich eine Erklärung dafür zu suchen.
Szydagis' Ernennung in UAPSAC ist daher eine folgerichtige Erweiterung seiner bisherigen Arbeit. Instrumentierung und Datenerhebung sind genau die Bereiche, in denen die gegenwärtige UAP-Evidenzbasis die größten Schwächen aufweist.
Seine Bedeutung beruht auf den Methoden und Ergebnissen seiner Forschung und nicht allein auf der Mitgliedschaft im Rat. Sollten künftige Projekte von UAlbany oder UAPSAC kalibrierte, reproduzierbare Multisensordaten erzeugen, könnte seine Rolle erheblich an Bedeutung gewinnen. Gegenwärtig besteht sein stärkster Beitrag darin, die Anforderungen an ein wissenschaftlich angemessenes Detektionsverfahren mitzubestimmen.
Vertrauensniveau nach Aussage
| Aussage | Vertrauen | Grundlage |
|---|---|---|
| Szydagis ist ein etablierter experimenteller Astroteilchenphysiker | Hoch | Biografie von UAlbany und LZ-Arbeit |
| Er leitete begutachtete Forschung zur UAP-Feldinstrumentierung | Hoch | Zeitschriftenveröffentlichung |
| Die UAPx-Expedition sonderte die meisten möglichen Anomalien aus | Hoch | Zusammenfassung von UAlbany und Veröffentlichung |
| Der verbleibende mehrdeutige Befund belegte ein nicht-menschliches Fluggerät | Niedrig | Die Autoren zogen diese Schlussfolgerung ausdrücklich nicht |
| C-TAP und automatisierte Analyse können subjektive Bildauswahl verringern | Mittel–hoch | Veröffentlichte Methodik |
| Automatisierte Anomalieerkennung bestimmt für sich genommen den physischen Ursprung | Niedrig | Erkennung und Interpretation sind voneinander zu trennen |
| Szydagis ist gegenwärtiges UAPSAC-Mitglied mit Schwerpunkt Instrumentierung | Hoch | Öffentliches Mitgliederverzeichnis |
| Sein methodischer Beitrag ist gegenwärtig stärker als jeder außergewöhnliche empirische Befund | Hoch | Veröffentlichter Forschungsstand |
Quellen
[S1] Primäre institutionelle Quelle — University at Albany. Profil von Matthew Szydagis. https://www.albany.edu/physics/faculty/matthew-szydagis
[S2] Begutachtete Forschung — Matthew Szydagis, Kevin H. Knuth, Benjamin W. Kugielsky and Cecilia Levy. "Initial Results From the First Field Expedition of UAPx to Study Unidentified Anomalous Phenomena," Progress in Aerospace Sciences 156, 101099 (2025). https://doi.org/10.48550/arXiv.2312.00558
[S3] Primäre institutionelle Zusammenfassung — University at Albany. "UAlbany Physicists Test Scientific Approach to UAP Research," 4. Juni 2025. https://www.albany.edu/news-center/news/2025-ualbany-physicists-test-scientific-approach-uap-research
[S4] Ankündigung des Rates aus erster Hand — Avi Loeb. "A UAP Science Advisory Council to the U.S.," Juni 2026. https://avi-loeb.medium.com/a-uap-science-advisory-council-to-the-u-s-f7262e57b0df
[S5] Mitgliederverzeichnis des Rates aus erster Hand — Avi Loeb. "More Details on the UAP Science Advisory Council," Juni 2026. https://avi-loeb.medium.com/more-details-on-the-uap-science-advisory-council-825bd250d23c
[S6] Primärer institutioneller Forschungskontext — University at Albany. Dark Matter Research Group und LZ-Berichterstattung von 2026. https://www.albany.edu/physics/dark-matter-research-group https://www.albany.edu/news-center/news/2026-ualbany-physicists-study-unexplained-signal-dark-matter-search
[S7] Primäre institutionelle Quelle — University at Albany. "UAlbany Receives Major Gift to Advance Scientific Research on Unidentified Aerial Phenomena," November 2025. https://www.albany.edu/news-center/news/2025-ualbany-receives-major-gift-advance-scientific-research-unidentified-aerial
[S8] Interner Abgleich — UAPRAD (keine unabhängige Evidenz). Governance und UAP Science Advisory Council 2026. Verwandte institutionelle Analyse; keine unabhängige Bestätigung. https://uaprad.org/public-record