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UAP-Forschungsprofil

Richard Cloete

Informatiker und Forscher zu KI/UAP-Datenanalyse

  • TitelInformatiker und Forscher zu KI/UAP-Datenanalyse

Überblick

Richard Cloete ist Informatiker und Laukien-Oumuamua Postdoctoral Research Fellow am Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian. Er gehört dem Galileo Project an und war Mitautor technischer Arbeiten über Recheninfrastruktur, multimodale Observatorien, Infrarotbildgebung und automatisierte Klassifizierung zur wissenschaftlichen Untersuchung von Luftraumphänomenen. [S1][S2]

Im Juni 2026 wurde Cloete öffentlich als Mitglied des UAP Science Advisory Council (UAPSAC) benannt; Datenanalyse und Werkzeuge der künstlichen Intelligenz wurden als sein Aufgabenbereich angegeben. Unabhängige, auf Regierungsquellen gestützte Berichterstattung von DefenseScoop bestätigte, dass UAPSAC eine der externen Beratergruppen ist, die das mit dem ODNI verbundene UAP Governance Board unterstützen. [S3][S4]

Cloetes Beitrag zur UAP-Forschung ist dokumentiert, weil seine UAP-spezifische Arbeit dem Rat vorausgeht und technisch überprüfbar ist. Er betrifft ein grundlegendes Problem: Wie kann ein kontinuierliches Sensornetz enorme Mengen gewöhnlicher Luftraumereignisse verarbeiten, bekannte Klassen zuverlässig identifizieren und statistisch ungewöhnliche Beobachtungen isolieren, ohne einen Ausreißer des maschinellen Lernens mit einem physisch anomalen Objekt zu verwechseln? Diese Unterscheidung zwischen Ausreißer und Anomalie ist für die Bewertung von KI in der UAP-Forschung zentral.

Informatikwissenschaftlicher Hintergrund

Das Center for Astrophysics weist Cloete als Informatiker mit einem Doktorgrad in Informatik aus. Nach Angaben des Galileo Project hatte er vor seinem Wechsel nach Harvard eine Postdoktorandenstelle an der University of Cambridge inne. [S1][S5]

Das Promotionsverzeichnis der Newcastle University liefert weitere Einzelheiten. Cloetes Doktorarbeit befasste sich mit der Messung, Modellierung und Steuerung von Latenz beim interaktiven Remote Rendering, darunter Vorhersage, Simulation und Leistungsmessung in cloudbasierten Systemen. [S6] Dieser Hintergrund ist für die daten- und systemtechnische Seite der UAP-Forschung relevant. Ein modernes multimodales Observatorium sammelt nicht bloß Fotografien.

Es muss:

  • mehrere Sensoren synchronisieren;
  • große Datenmengen übertragen;
  • Objekte in Echtzeit erkennen;
  • sie über mehrere Einzelbilder hinweg verfolgen;
  • Beobachtungen mit externen Katalogen abgleichen;
  • bekannte Objekte klassifizieren;
  • Rohdaten bewahren;
  • mögliche Ausreißer zur späteren Analyse markieren. Dabei handelt es sich zunächst um Probleme der Informatik und Systemtechnik, bevor Fragen nach exotischer Physik entstehen.

Rolle im Galileo Project

Das aktuelle Profil des Galileo Project beschreibt Cloete als Forschungsmitglied, das unter Avi Loeb am Center for Astrophysics Forschungsarbeiten des Projekts definiert und durchführt. [S1] Das Projekt will anekdotische UAP-Belege durch systematische Messungen bodengestützter Observatorien ersetzen. Seine technische Architektur umfasst optische, Infrarot-, Radar-, Hochfrequenz-, akustische und Umweltsensoren. Die Rechnerebene ist wesentlich, weil eine Überwachungsstation enorme Mengen an Flugzeugen, Satelliten, Vögeln, Insekten, Wetterereignissen und astronomischen Quellen beobachten kann.

Die meisten Erfassungen dürften gewöhnliche Ursachen haben. Ein wissenschaftlich belastbares System muss daher gewöhnliche Erscheinungen sehr zuverlässig erkennen, bevor ein ungewöhnlicher Restbefund aussagekräftig wird.

Arbeit von 2023 über eine integrierte Rechenplattform

Cloete war Hauptautor des 2023 im Journal of Astronomical Instrumentation erschienenen Beitrags "Integrated Computing Platform for Detection and Tracking of Unidentified Aerial Phenomena (UAP)". [S2] Der Artikel beschreibt eine geplante Rechnerarchitektur, die Daten mehrerer Sensortypen aufnimmt, Beobachtungen in Echtzeit verarbeitet und natürliche sowie menschengemachte Phänomene von Ereignissen unterscheidet, die außerhalb des bekannten phänomenologischen Spektrums liegen. Der Entwurf umfasst Algorithmen sowohl für die nachträgliche Analyse als auch für die Erkennung in Echtzeit.

Die Autoren bezeichnen die Arbeit ausdrücklich als vorläufig. Das ist bedeutsam. Eine vorgeschlagene Architektur ist kein Beleg dafür, dass das System bereits ein neuartiges UAP entdeckt hat. Ihr wissenschaftlicher Beitrag liegt in der Technik: Sie definiert, wie Daten von Sensoren zur Klassifizierung und Ausreißeranalyse gelangen sollen.

Ausreißer und wissenschaftliche Anomalien

Der Artikel zur integrierten Plattform trifft eine wichtige begriffliche Unterscheidung zwischen statistischen Ausreißern und wissenschaftlichen Anomalien. [S2] Ein statistischer Ausreißer ist ein Messwert, der von der vorherrschenden Verteilung abweicht. Dafür kann es viele Gründe geben:

  • mangelhafte Kalibrierung;
  • seltene, aber bekannte Flugzeuge;
  • ungewöhnliches Wetter;
  • beschädigte Daten;
  • Sensorsättigung;
  • ein Insekt in unmittelbarer Kameranähe;
  • unvollständige Klassifizierungsdaten. Eine wissenschaftliche Anomalie ist eine wesentlich stärkere Kategorie.

Sie erfordert eine gestützte und statistisch markante Beobachtung, die sich auch dann nicht mit den vorherrschenden Modellen erklären lässt, wenn Artefakte und bekannte Alternativen geprüft wurden. Diese Unterscheidung ist entscheidend, weil KI-Systeme außerordentlich gut darin sind, "weird"-Kandidaten hervorzubringen. Ein hoher Anomaliewert ist kein Beleg für nichtmenschliche Technologie. Er ist ein Triage-Signal, das Forschern anzeigt, wo sie genauer hinschauen sollten.

Aufbau eines multimodalen Observatoriums

Cloete war außerdem Mitautor des Fahrplans "The Scientific Investigation of Unidentified Aerial Phenomena (UAP) Using Multimodal Ground-Based Observatories." des Galileo Project aus dem Jahr 2023. [S7] Der Artikel beschreibt eine wissenschaftliche Rückverfolgbarkeitsmatrix, die gewünschte physikalische Parameter mit beobachtbaren Größen und Instrumentenanforderungen verknüpft. Das Sensorpaket umfasst:

  • Weitwinkelkameras;
  • multispektrale Kameras mit engem Sichtfeld;
  • passives multistatisches Radar;
  • Überwachung des Funkfrequenzspektrums;
  • akustische Sensoren;
  • Umweltmessungen. Ziel ist es nicht, lediglich etwas Ungewöhnliches zu fotografieren.

Vielmehr sollen genügend unabhängige Messwerte gewonnen werden, um physikalische Eigenschaften wie Position, Flugbahn, Spektrum und Kinematik zu bestimmen und zu prüfen, ob scheinbare Anomalien dem Vergleich zwischen Sensoren standhalten. Dieser Ansatz richtet sich unmittelbar gegen Schwächen vieler historischer UAP-Fälle.

Lokalisierung von Objekten im Luftraum

Cloete war Mitautor eines gesonderten Beitrags von 2023, der Hard- und Software für die dreidimensionale Lokalisierung von Objekten im Luftraum beschreibt. Das System nutzt mehrere Kameras im sichtbaren, nahen Infrarot- und Infrarotbereich sowie Kalibrierung und Triangulation, um Positionen über die Zeit zu bestimmen und daraus Geschwindigkeit und Beschleunigung zu schätzen. [S8] Das ist für heutige Debatten über UAP-Videos besonders relevant. Eine einzelne Bildsequenz kann scheinbar schnelle Bewegung zeigen, ohne eine verlässliche Entfernung zu liefern.

Ein kalibriertes Mehrkamerasystem kann Tiefe geometrisch bestimmen. Dadurch wird Winkelbewegung in messbare Kinematik überführt. Die technische Herausforderung besteht somit nicht lediglich in höherer Auflösung, sondern in der Gewinnung unabhängiger Geometriedaten.

Akustik- und Radarsysteme

Cloete wird auch als Mitautor von Arbeiten des Galileo Project zur akustischen Mehrbandüberwachung und zum passiven multistatischen Radar geführt. [S9][S10] Das akustische System soll infra-, hör- und ultraschallspezifische Signaturen überwachen und anhand von Aufzeichnungen bekannter Flugzeuge Identifikationsalgorithmen entwickeln. Das Radarkonzept soll aus verteilten Empfängern Position und Geschwindigkeit eines Objekts bestimmen. Diese Modalitäten sind wissenschaftlich wertvoll, weil sie optische Daten bestätigen oder ihnen widersprechen können. Ein optisches Ziel ohne entsprechende akustische, Radar- oder Wärmesignatur kann je nach Entfernung und Sensorempfindlichkeit dennoch real sein; das Multisensormuster setzt jedoch Grenzen, die ein Video allein nicht bietet.

Inbetriebnahme der Infrarotkamera 2025

2025 war Cloete Mitautor eines begutachteten Beitrags in Sensors über die Inbetriebnahme eines Infrarot-Kameraarrays zur Erfassung des gesamten Himmels für die Erkennung von Flugobjekten. Als seine Beiträge waren Software, formale Analyse und der ursprüngliche Entwurf des Manuskripts aufgeführt. [S11]

Inbetriebnahmearbeit ist wichtig, weil wissenschaftliche Instrumente charakterisiert werden müssen, bevor ihren Anomalien vertraut werden kann. Forscher müssen Folgendes kennen:

  • Empfindlichkeit;
  • tote Pixel;
  • Objektivverzeichnung;
  • thermisches Verhalten;
  • Hintergrundrauschen;
  • Falscherkennungen;
  • Auswirkungen der Bildverarbeitung. Ein unkalibrierter Sensor kann überzeugende Anomalien erzeugen, die verschwinden, sobald sein Verhalten verstanden ist. Cloetes Beteiligung an der Inbetriebnahme unterstreicht daher seine Relevanz für UAPSACs Aufgabe der Datenanalyse.

Maschinelles Lernen außerhalb der UAP-Forschung

Cloetes aktuelle Forschung beschränkt sich nicht auf UAP. 2024 war er Mitautor eines begutachteten Beitrags in Astronomy & Astrophysics über Methoden des maschinellen Lernens zur automatisierten Klassifizierung interstellarer Objekte in der Datenumgebung des Vera C. Rubin Observatory/LSST. [S12]

2025 war er Mitautor eines weiteren Beitrags in Astronomy & Astrophysics, in dem Verfahren des maschinellen Lernens zur besseren Entdeckung erdnaher Objekte eingesetzt wurden. [S13] Diese Veröffentlichungen sind für sein Profil wichtig, weil sie Arbeit zum maschinellen Lernen an etablierten astronomischen Klassifizierungsproblemen belegen, bei denen Referenzdaten und die Leistung der Himmelsdurchmusterung geprüft werden können. Die Relevanz für UAP ist methodischer Art. Algorithmen sollten zunächst zeigen, dass sie bekannte Populationen identifizieren, Fehlerraten schätzen und auf neue Daten verallgemeinern können, bevor Forscher ihrer Einstufung als "unknown." großes Gewicht beimessen.

KI und UAP

Künstliche Intelligenz ist für die UAP-Forschung attraktiv, weil Sensornetze zu viele Daten für eine manuelle Prüfung erzeugen. KI bringt jedoch eigene erkenntnistheoretische Risiken mit sich. Ein Modell kann Artefakte in den Trainingsdaten erlernen. Es kann ein Objekt mit hoher Konfidenz klassifizieren, obwohl ihm eine im Training nicht enthaltene Kategorie vorgelegt wird.

Es kann allein deshalb ein "unknown" erzeugen, weil Metadaten fehlen. Die Erkennung von Daten außerhalb der Trainingsverteilung ist selbst ein aktives Forschungsproblem. Eine UAP-KI-Pipeline braucht daher mehr als anspruchsvolle Software. Sie benötigt:

  • Validierungsdatensätze bekannter Objekte;
  • menschliche Prüfung;
  • transparente Schwellenwerte;
  • reproduzierbare Vorverarbeitung;
  • Aufzeichnungen über Modellversionen;
  • Kalibrierung der Unsicherheit;
  • Zugang zu Sensorrohdaten. Cloetes technische Rolle könnte daher entscheidend dazu beitragen, dass UAPSAC falsch positive Befunde vermeidet.

Aufnahme in UAPSAC

Cloete erschien auf der ersten Ratsliste vom Juni 2026 mit Zuständigkeit für Datenanalyse und KI-Werkzeuge. [S3][S4] Anders als bei Mitgliedern, deren Beiträge vor allem Politik oder öffentliche Kommunikation betreffen, liegt sein zugewiesener Aufgabenbereich nahe an der technischen Kernfrage, UAP-Daten in Klassifizierungen zu überführen. Das bedeutet nicht, dass die KI-Systeme des Rates bereits eine Entdeckung hervorgebracht haben. Die hier geprüften öffentlich verfügbaren Informationen liefern weder eine vollständige UAPSAC-Datenpipeline oder Modellarchitektur noch validierte Ergebnisse einer Fallanalyse. Das Profil sollte die Ernennung daher als neue Anwendung eines etablierten Forschungsschwerpunkts beschreiben, nicht als Beleg für ein bereits erzieltes Ergebnis des Rates.

Verhältnis zu Avi Loeb und Unabhängigkeit

Cloete arbeitet im Galileo Project unter Avi Loeb und gehört nun einem von Loeb geleiteten Rat an. Dies schafft sowohl Kontinuität als auch ein mögliches methodisches Problem. Kontinuität ist nützlich, weil vorhandene Werkzeuge und Fachkenntnisse schnell in die Beratung der Regierung übertragen werden können. Das mögliche Problem betrifft die Unabhängigkeit.

Wenn dieselbe Forschungsgruppe Instrumente entwickelt, mögliche Anomalien auswählt und sie ohne ausreichende externe Replikation bewertet, kann selbst in technisch anspruchsvollen Systemen Bestätigungsfehler entstehen. Die Schutzmaßnahme besteht nicht darin, verbundene Forscher auszuschließen. Erforderlich sind vielmehr unabhängige Validierung, soweit möglich offene Methoden und eine klare Trennung zwischen der Entwicklung von Algorithmen und abschließenden Anomaliebehauptungen.

Evidenzanalyse

Cloetes Profil verfügt über eine starke dokumentarische und wissenschaftliche Grundlage. Seine Funktion in Harvard, seine Promotion und seine Arbeit im Galileo Project sind unmittelbar dokumentiert. Seine technischen UAP-Veröffentlichungen wurden begutachtet und beschreiben konkrete Rechen- und Instrumentensysteme. Die wichtigste Einschränkung ist ihr Reifegrad.

Ein großer Teil der Literatur des Galileo Project beschreibt Architektur, Inbetriebnahme und Fähigkeiten statt eines bestätigten neuartigen Phänomens. Das ist keine Schwäche des Forschungsprogramms. Es bedeutet lediglich, dass sein Beitrag zur Evidenzlage gegenwärtig methodischer Art ist. Entscheidend wird künftig sein, ob das System bekannte Objekte mit hoher Genauigkeit klassifizieren und anschließend mögliche Ereignisse mit genügend Multisensordaten für eine unabhängige physikalische Analyse liefern kann.

Was als gesichert gelten kann

  • Cloete ist Informatiker und Postdoktorand am Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian. [S1][S5]
  • Er hat an der Newcastle University in Informatik promoviert. [S6]
  • Er ist Forschungsmitglied des Galileo Project. [S1]
  • Er leitete die 2023 veröffentlichte Arbeit über eine integrierte Rechnerplattform zur Erkennung und Verfolgung von UAP. [S2]
  • Er war Mitautor von Arbeiten des Galileo Project über multimodale Observatorien, Lokalisierung, akustische Überwachung und Radar. [S7][S8][S9][S10]
  • Er war Mitautor eines begutachteten Beitrags von 2025 über die Inbetriebnahme einer den gesamten Himmel erfassenden Infrarotanlage. [S11]
  • Er hat etablierte astronomische Veröffentlichungen zum maschinellen Lernen für die Klassifizierung interstellarer und erdnaher Objekte vorgelegt. [S12][S13]
  • Er gehört UAPSAC an und ist dort für Datenanalyse und KI-Werkzeuge vorgesehen. [S3][S4]

Was nicht als gesichert gelten kann

  • Ein von KI markierter Ausreißer ist nicht automatisch eine wissenschaftliche Anomalie.
  • Eine wissenschaftliche Anomalie ist nicht automatisch ein Beleg für nichtmenschliche Technologie.

Gesamtbewertung

Richard Cloete gehört zu den technisch am stärksten fundierten Ergänzungen des UAPRAD-Personenindex. Seine Bedeutung hängt nicht von außergewöhnlichen Behauptungen ab. Sie ergibt sich aus dem Aufbau der Recheninfrastruktur, die zunächst benötigt wird, um zu entscheiden, ob eine Beobachtung außergewöhnlich ist. Der Ansatz des Galileo Project erkennt eine grundlegende Realität an: Ein System zur Himmelsüberwachung wird enorme Mengen gewöhnlicher Objekte erfassen.

Das wissenschaftliche Problem wird daher von Klassifizierung, Kalibrierung und der Verwerfung falsch positiver Befunde bestimmt. Cloetes Arbeit an integrierten Pipelines, multimodalen Sensoren und maschinellem Lernen befasst sich unmittelbar mit diesem Engpass. Seine Arbeit zum maschinellen Lernen in der etablierten Astronomie stärkt seine Relevanz, weil sie ähnliche Methoden in Bereichen belegt, in denen sich die Klassifizierungsqualität anhand von Referenzdaten messen lässt. Die wichtigste Einschränkung ist semantischer Art.

"Outlier", "unidentified" und "anomalous" sind nicht austauschbar. Ein KI-Modell kann aus trivialen Gründen einen statistischen Ausreißer erkennen. Erst wenn Artefakte, bekannte Objekte und Modellgrenzen ausgeschlossen sind, wird ein Kandidat wissenschaftlich interessant. Cloetes Arbeit zeigt, weshalb das Kennzeichnen ungewöhnlicher Bilder mit KI nicht ausreicht, um UAP-Meldungen zu klären. Ihr eigentlicher Wert besteht darin, den gewöhnlichen Himmel so zuverlässig zu charakterisieren, dass ein tatsächlich ungewöhnlicher Restbefund, sollte er auftreten, erkannt und gemessen werden kann.

Konfidenz nach Aussage

AussageKonfidenzGrundlage
Cloete ist ein promovierter Informatiker am Harvard-SmithsonianHochUnterlagen von CfA, Galileo und Newcastle
Er hat substanzielle begutachtete Arbeiten über UAP-Instrumentierung und -Datenverarbeitung vorgelegtHochZeitschriftenveröffentlichungen
Er verfügt über einschlägige Veröffentlichungen zum maschinellen Lernen in der etablierten AstronomieHochBeiträge in Astronomy & Astrophysics
Er ist UAPSAC-Mitglied mit Schwerpunkt KI und DatenanalyseHochBerichterstattung des Rates und von DefenseScoop
Ein KI-Ausreißer entspricht einem neuartigen physikalischen PhänomenGeringMethodischer Kategorienfehler
Galileos aktuelle technische Arbeiten beweisen die Erfassung außergewöhnlicher UAPGeringDie meisten betreffen Aufbau und Inbetriebnahme der Plattform
Cloetes Arbeit verbessert die technische Grundlage systematischer UAP-Forschung wesentlichHochUnmittelbarer Zweck der Veröffentlichungen
Künftige UAPSAC-Schlussfolgerungen sind ohne unabhängige Modellvalidierung zuverlässigGeringKI-Systeme erfordern Leistungsvergleiche und Replikation
Quellen

[S1] Primäre institutionelle Quelle — The Galileo Project. Profil von Richard Cloete. https://galileo.hsites.harvard.edu/people/richard-cloete

[S2] Begutachtete Forschung — Richard Cloete et al. "Integrated Computing Platform for Detection and Tracking of Unidentified Aerial Phenomena (UAP)," Journal of Astronomical Instrumentation 12 (2023). https://galileo.hsites.harvard.edu/publications/integrated-computing-platform-detection-and-tracking-unidentified-aerial

[S3] Primärquelle für die Ratsliste — Disclosure Foundation. UAP Science Advisory Council, Juni 2026. https://disclosure.org/news/uap-science-advisory-council

[S4] Unabhängige, auf Regierungsquellen gestützte Berichterstattung — DefenseScoop. UAPSAC/Governance Board, 17. Juni 2026. https://defensescoop.com/2026/06/17/new-science-advisory-council-forms-to-help-us-government-resolve-the-uap-mystery/

[S5] Primäre institutionelle Quelle — Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian. Richard Cloete. https://www.cfa.harvard.edu/people/richard-cloete

[S6] Primäre akademische Quelle — Newcastle University. Richard Cloete, Dissertation, Latency Measurement, Modelling and Management for Interactive Remote Rendering (2020). https://theses.ncl.ac.uk/jspui/handle/10443/5058

[S7] Begutachtete Forschung — Wesley A. Watters et al. "The Scientific Investigation of Unidentified Aerial Phenomena (UAP) Using Multimodal Ground-Based Observatories," Journal of Astronomical Instrumentation 12, 2340006 (2023). https://galileo.hsites.harvard.edu/publications/scientific-investigation-unidentified-aerial-phenomena-uap-using-multimodal

[S8] Begutachtete Forschung — Matthew Szenher et al. "A Hardware and Software Platform for Aerial Object Localization," Journal of Astronomical Instrumentation 12, 2340002 (2023). https://galileo.hsites.harvard.edu/publications/hardware-and-software-platform-aerial-object-localization

[S9] Begutachtete Forschung — Andrew Mead et al. "Multi-Band Acoustic Monitoring of Aerial Signatures," Journal of Astronomical Instrumentation 12, 2340005 (2023). https://galileo.hsites.harvard.edu/publications/multi-band-acoustic-monitoring-aerial-signatures

[S10] Begutachtete Forschung — Mitch Randall et al. "SkyWatch: A Passive Multistatic Radar Network for the Measurement of Object Position and Velocity," Journal of Astronomical Instrumentation (2023). https://galileo.hsites.harvard.edu/publications/skywatch-passive-multistatic-radar-network-measurement-object-position-and

[S11] Begutachtete Forschung — Laura Domine et al. "Commissioning an All-Sky Infrared Camera Array for Detection of Airborne Objects," Sensors 25(3):783 (2025). https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11820869/

[S12] Begutachtete Forschung in der etablierten Astronomie — Richard Cloete, Peter Vereš und Abraham Loeb. "Machine learning methods for automated interstellar object classification with LSST," Astronomy & Astrophysics 691, A338 (2024). https://www.aanda.org/articles/aa/pdf/2024/11/aa51118-24.pdf

[S13] Begutachtete Forschung in der etablierten Astronomie — Peter Vereš, Richard Cloete, Matthew J. Payne und Abraham Loeb. "Improving the discovery of near-Earth objects with machine-learning methods," Astronomy & Astrophysics 698, A242 (2025). https://doi.org/10.1051/0004-6361/202554311